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Das Studium

Was ist Soziologie?

Soziologie ist die Wissenschaft vom Ursprung, der Entwicklung und der Struktur der menschlichen Gesellschaft. SoziologInnen befassen sich mit der Analyse, Beschreibung und Erklärung von sozialen Strukturen, Prozessen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Dabei analysieren SoziologInnen das Wechselverhältnis zwischen individuellem Verhalten und dem Verhalten sozialer Gruppen, Institutionen und Organisationen im Zusammenhang mit den jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Forschungsgegenstand der Soziologie beschränkt sich dabei nicht nur auf bestimmte Ausschnitte des sozialen Lebens (z. B. Politik, Wirtschaft, Religion), sondern beinhaltet grundsätzlich sämtliche Aspekte von Gesellschaft. Mit anderen Worten: Die Soziologie ist jene Wissenschaftsdisziplin, die aktiv wird, sobald Menschen miteinander kommunizieren und interagieren. Im Gegensatz zur Psychologie, die sich primär mit Bewusstseinsprozessen im Menschen beschäftigt, setzt sich die Soziologie in erster Linie damit auseinander, was zwischen Menschen oder Menschengruppen geschieht.

Im Studium werden Qualifikationen vermittelt, die in den unterschiedlichsten Arbeits- und Berufsfeldern einsetzbar sind. Solche Qualifikationen wären zum Beispiel: Solide Kenntnisse der Konzepte, Theorien und Denkweisen der Soziologie; die Anwendung des theoretischen und methodischen Fachwissens, um eigenständig Studien durchführen sowie Ergebnisse sinnvoll interpretieren und aufbereiten zu können; die Fähigkeit, soziale Prozesse in Arbeitsteams und Organisationen analytisch zu erfassen; die kritische Reflexion gesellschaftlicher Entwicklungen.

Auf praktischer Ebene bedeutet das, dass SoziologInnen mittels sozialwissenschaftlicher Methoden und Theorien die soziale Realität analysieren und Veränderungsprozesse darstellen und erklären. Die Soziologie versteht sich hier als Leitdisziplin der Sozialwissenschaften, wenn es um die grundlegende Erforschung sozialer Zusammenhänge oder die Erhebung von Daten bestimmter Bevölkerungsgruppen geht, wobei zumeist versucht wird, diese im Einklang mit soziologischer Theorie zu interpretieren und sinnvoll aufzubereiten.
Im Studium wird Wert auf die Vermittlung der berufsspezifischen Kernkompetenzen gelegt, die in besonderer Weise zum Aufgabenbereich der SoziologInnen gehören: Die theoretische Analyse gesellschaftlicher Strukturen und zwischenmenschlicher Interaktion sowie die Durchführung methodisch fundierter empirischer Studien. Der Unterschied zwischen Empirie und Theorie ist jener, dass empirische SozialforscherInnen direkt in die soziale Welt hinausgehen und Daten sammeln, etwa durch Beobachtungen und Befragungen (Interviews, Fragebögen etc.), wohingegen soziologische TheoretikerInnen sich primär mit der Erklärung und Prognose von sozialen Zusammenhängen beschäftigen, indem diese reflektiert, logisch verknüpft und in ein konsistentes Aussagensystem gebracht werden. Beide Aspekte der Wissenschaft lassen sich aber nicht klar trennen, sondern befinden sich in einem engen wechselseitigen Austauschverhältnis.

Weitere Infos zum Studium findest du unter:

http://studien.uni-graz.at/de/ordentliche-studien/studium-soziologie/bachelor-soziologie/

Forschungsschwerpunkte des Instituts für Soziologie an der Universität Graz: http://soziologie.uni-graz.at/de/forschen/